Rolex GMT-Master und seine Geschichte

Manuel
Veröffentlicht am Juni 27, 2013, 11:02 am
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Alles begann 1954, die Fluggesellschaft Pan American Airlines (Pan Am) ist auf der Suche nach einer Uhr, die es ermöglicht zwei verschiedenen Zeitzonen gleichzeitig anzuzeigen.

Mit dieser Idee trat Pan Am an Rolex ran. Rolex machte sich Gedanken wie man so eine Uhr realisieren konnte. Daraufhin  entwarf Rolex eine Uhr, die eine zweite Zeitzone mit Hilfe eines vierten Zeigers darstellen konnte und im selben Jahr wurde die GMT-Master mit der Referenz 6542 vorgestellt. Pan Am gefiel diese Uhr und sie bestellten die GMT-Master für ihre Piloten und Flugpersonal.

<p style=”text-align: justify;”><img class=”alignright size-medium wp-image-825″ title=”(Quelle: Jake’s Rolex World)” src=”http://www.tudor-passion.com/wp-content/uploads/2013/06/1955-Rolex-GMT-Master-Reference-6542-237×300.jpg” alt=”1955-Rolex-GMT-Master-Reference-6542″ width=”23Die GMT-Master wird von nun an von Pan Am als offizieller Zeitmesser eingeführt, genauso wie danach von vielen weiterer Fluggesellschaften auch. Die ersten Modelle der GMT wurden  im Gegensatz zu den heutigen Modellen, nicht mit “GMT-Master” auf dem Zifferblatt gekennzeichnet. Die ersten Modelle haben eine in rot gedruckte Tiefenangabe (“50m = 165ft”) über der 6-Uhr-Position auf dem Zifferblatt. Die ersten Modelle haben zudem eine Acryl-Bakelit-Lünette.

Eine weitere Legende der frühen GMT-Master ist, es soll eine spezielle Version mit weißem Zifferblatt gegeben haben. Der Grund für diese besondere Variante lässt sich einfach nennen: Das Bodenpersonal verlangt, nachdem die Piloten mit den neuen Zeitmessern bestückt waren, nach ähnlichen Uhren wie die der Piloten. Deshalb bestellt Pan Am bei Rolex eine sehr geringe Anzahl von modifizierten GMTs mit weißem Zifferblatt (wahrscheinlich weniger als 200 Exemplare). Die Uhren der Bodenmannschaft/Management sollten von den Uhren der Flugbesatzung zu unterscheiden sein. Schwarze Zifferblätter sind demnach fortan für die Flugbesatzung vorgesehen, die Uhren mit weißen Zifferblättern für das Bodenpersonal/ Management. Die weißen GMT-Modelle sind auf Grund der geringen Stückzahl bei Sammlern entsprechend beliebt und erzielen Höchstpreise bei Auktionen. Bild Quelle Guido Mondani Editore

Die GMT-Master ist wohl das Rolex Sportmodell mit dem größten Widererkennungseffekt, durch ihrer blau/roten Lünette und dem vierten Zeiger ist sie bis heute immer noch sehr beliebt.

 

Rolex GMT-Master Werbung

Doch die GMT-Master ist nicht nur bei Fluggesellschaften und Piloten beliebt. Bei der Legendären Apollo XIII-Mission 1970 war eine GMT-Master dabei. Der Astronaut Jack Swigert (*1931, +1982) trug neben einer von der NASA gestellten Omega Speedmaster auch eine Rolex GMT-Master.

Vor dem Abflug mit seiner GMT-Master: (Quelle: forumamontres)

Die auf der ApolloXIII-Mission getragene GMT-Master hat Jack Swigert später dann René-Paul Jeanneret von Rolex geschenkt und trug anschließend eine Rolex GMT-Master in Gelbgold mit Jubilee-Band:

Die von Swigert auf dem Apolloflug getragene GMT-Master befindet sich noch heute in der Hall of Fame in der Rolex-Hauptverwaltung. Sie ist zusammen mit dem Logo der ApolloXIII-Mission und einer Widmung “To my long-time friend René Jeanneret who enabled me to always be on time. With sincere thanks, Jack Swigert“ auf ein kleines Brett montiert.

Übrigens fiel der Rolex Cosmograph bei den ersten NASA-Tests 1965 durch, weil sich die Zeiger verbogen hatten und das Uhrwerk daher stehenblieb. Sämtliche Testuhren wurden damals anonym bei einem Juwelier in Houston gekauft.

Bei Gelegenheit werde ich einmal einen ausführlicheren Beitrag über dieses interessante Thema (Rolex in Space) schreiben.

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Manuel
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